Seedance 2.0 Prompt-Guide: Die besten Prompts, Vorlagen & Tipps für 2026
Seedance 2.0 Prompting meistern – von Text- und Bild-Prompts über cineastische First/Last-Frame-Techniken bis hin zu Referenz-zu-Video und Audio-Driven. Mit getesteten Vorlagen, modus-spezifischen Strategien und der universellen Prompt-Formel für alle Seedance 2.0 Modi.
Du lädst ein Referenzbild in Seedance 2.0 hoch, schreibst einen vermeintlich guten Text-Prompt, drückst auf Generieren – und das Ergebnis ist ein einziger Reinfall. Das Motiv verformt sich, die Bewegung wirkt unnatürlich, oder die Kamera macht etwas, das du nie angefordert hast.
Das ist die häufigste Beschwerde über KI-Video-Tools im Jahr 2026 – und fast immer liegt es am Prompt, nicht am Modell.
Seedance 2.0 funktioniert anders als reine Text-zu-Video-Modelle. Weil es Bilder, Videos, Audio und Text gleichzeitig verarbeitet und daraus Video erzeugt, verschiebt sich die Rolle des Text-Prompts. Dein Prompt muss nicht mehr alles beschreiben – er muss nur noch das beschreiben, was die anderen Eingabequellen nicht liefern können. Die Qualität des Outputs hängt komplett davon ab, wie gut du diesen Unterschied verstehst und entsprechend schreibst.
Entstanden aus Hunderten von getesteten Prompts in jedem Seedance-2.0-Modus, liefert dir dieser Leitfaden ein System für genau diese Kommunikation. Du bekommst erprobte Prompt-Vorlagen, modus-spezifische Strategien und eine wiederverwendbare Formel, die funktioniert – egal welche Art von Video du erstellst. Am Ende weißt du genau, was du schreiben musst – und vor allem, was du weglassen kannst – um konsistent hochwertige Ergebnisse aus Seedance 2.0 zu bekommen.
Warum Prompting 2026 noch wichtiger ist
KI-Video-Modelle haben dieses Jahr eine neue Qualitätsstufe erreicht. Seedance 2.0 erzeugt 10-Sekunden-Clips mit stimmigen Bewegungen, konsistenten Charakteren und filmischer Beleuchtung – aber nur, wenn dein Prompt genau sagt, was passieren soll. Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Prompt ist 2026 der Unterschied zwischen einem brauchbaren Clip und einem verschwendeten Generierungs-Credit.
Die Techniken in diesem Guide funktionieren, weil sie darauf ausgelegt sind, wie Seedance 2.0 Prompts tatsächlich verarbeitet – nicht wie ältere Modelle es getan haben. Diesen Unterschied zu verstehen, ist der erste Schritt zu konsistenten Ergebnissen.
Wie Seedance 2.0 Prompts anders liest
Seedance 2.0 verarbeitet Prompts grundlegend anders als reine Text-zu-Video-Modelle. Weil mehrere Eingabetypen gleichzeitig verarbeitet werden, übernimmt der Text-Prompt eine andere Rolle:
| Eingabetyp | Aufgabe bei der Generierung |
|---|---|
| Text-Prompt | Steuert Bewegung, Timing, Kameraführung und erzählerische Absicht |
| Bildreferenz | Legt die visuelle Identität fest – Motiv, Stil, Komposition |
| Videoreferenz | Definiert Bewegungsstil, Choreografie, Kamerabewegung |
| Audio-Eingabe | Gibt Rhythmus, Tempo und Stimmungsausrichtung vor |
| Stilrichtung | Globaler Look – cineastisch, dokumentarisch, Animation |
Der entscheidende Punkt: Bei Seedance 2.0 sollte sich dein Text-Prompt auf das konzentrieren, was die anderen Eingaben nicht liefern können – Bewegung, Timing und narrativen Fluss. Verschwende keine Prompt-Wörter damit, zu beschreiben, was dein Referenzbild bereits zeigt.
Sobald du verstanden hast, wie das Modell verschiedene Eingaben verarbeitet, stellt sich die Frage, welche Eingabekombination für dein konkretes Ziel die richtige ist.
Die richtige Modus-Wahl: Ein schnelles Entscheidungsframework
Das ist der mit Abstand häufigste Punkt der Verwirrung. Nutzer fangen an zu generieren, ohne den passenden Eingabemodus zu wählen, und wundern sich dann, warum das Ergebnis nicht ihrer Vorstellung entspricht.
| Dein Ziel | Nutze diesen Modus | Warum |
|---|---|---|
| Ein Video aus einer reinen Textidee erstellen | Text-zu-Video | Keine Referenz nötig; der Text macht die ganze Arbeit |
| Ein bestimmtes Bild animieren | Bild-zu-Video | Das Bild liefert die visuelle Basis; der Prompt fügt Bewegung hinzu |
| Zwei Schlüsselbilder verbinden | Erstes/Letztes Bild | Das Modell berechnet die Bewegung zwischen Start- und Endbild |
| Einen Charakter oder Stil konsistent halten | Referenz-zu-Video | Gebundene Referenzen sichern die Identität über mehrere Generationen |
| Video-Rhythmus an Musik oder Sprache anpassen | Audio-Driven | Audio bestimmt das Tempo; der Prompt definiert, was zu sehen ist |
Wenn du mit nichts als einer Idee startest, beginne mit Text-zu-Video. Hast du einen bestimmten Charakter oder eine Szene, die du animieren willst, nutze Bild-zu-Video mit einem starken Referenzbild. Der falsche Startmodus verschwendet die ersten Generationen mit Herumprobieren, das ein anderer Modus von Anfang an vermieden hätte.
Sobald du deinen Modus gewählt hast, hilft dir die folgende universelle Prompt-Formel dabei, den Text-Prompt zu strukturieren – unabhängig vom gewählten Modus.
Die Seedance 2.0 Prompt-Formel
Diese Formel funktioniert modusübergreifend. Fülle die Felder aus, die für deine Generierung relevant sind, und lass den Rest weg.
[Modus-Kontext] + [Motiv + Aktion] + [Bewegung & Timing] + [Kameraführung] + [Stil & Qualität]
Modus-Kontext (1 Satz)
Sag dem Modell, um welche Art von Generierung es sich handelt. Das setzt die Erwartungshaltung dafür, wie der restliche Prompt zu interpretieren ist.
- "Cineastische Text-zu-Video-Generierung:"
- "Bild-zu-Video-Animation basierend auf einem Standporträt:"
- "First-Frame to Last-Frame-Übergang:"
- "Referenzgesteuerte Charakter-Animation:"
Motiv + Aktion
Was ist im Bild und was tut es? Halte es bei einer klaren Aktion. Mehre Aktionen hintereinander verwirren das Modell.
Gut: "Eine Balletttänzerin führt einen einzelnen Grand Jeté über eine dunkle Bühne aus"
Schlecht: "Eine Balletttänzerin wärmt sich auf, macht dann eine Pirouette, dann einen Grand Jeté, dann verbeugt sie sich"
Bewegung & Timing
Wie sich Dinge bewegen und in welchem Tempo. Das ist die wichtigste Text-Eingabe für Seedance 2.0.
Bewegungsvokabular, das funktioniert:
- "Langsame, bewusste Bewegung – jedes Bild hat Gewicht"
- "Schnelle, dynamische Bewegung – rasche Schnitte im Rhythmus"
- "Allmähliche Enthüllung – Motiv taucht über 3 Sekunden aus dem Schatten auf"
- "Durchgehende, fließende Bewegung – keine Pausen, kein Ruckeln"
Kameraführung
Wo die Kamera steht und wie sie sich bewegt. Seedance 2.0 reagiert gut auf filmische Kamerasprache.
Beispiele:
- "Statische Totale, geringe Schärfentiefe"
- "Langsames Heranzoomen von der Halbtotalen ins Close-up über 5 Sekunden"
- "Aufnahme aus der Vogelperspektive, absenkend auf Augenhöhe"
- "Handkamera-Stil im Vérité-Look, dezentes organisches Wackeln"
Stil & Qualität
Die visuelle Ästhetik und technische Qualität. Verwende Referenzen zu Filmstilen, Filmmaterial oder Formaten.
- "35mm-Filmoptik, natürliches Korn, warme Farbgebung"
- "Sauberes Digital, scharf, kommerzielle Produktausleuchtung"
- "Dokumentarstil, vorhandenes Licht, realistische Farben"
Modus-spezifische Prompt-Vorlagen
Die obige Formel lässt sich für jeden Generierungsmodus anpassen. So wendest du sie an:
Text-zu-Video-Vorlage
[Modus-Kontext] [Motiv] [führt Aktion aus] in [Umgebung]. [Bewegungsbeschreibung – Geschwindigkeit, Qualität, Richtung]. [Kameraführung – Einstellungsgröße, Bewegung]. [Lichtsetzung]. [Dauer – 5 oder 10 Sekunden]. [Stil + Qualität].Getestetes Beispiel: "Cineastische Text-zu-Video-Generierung: Ein einsamer Astronom blickt durch ein riesiges Teleskop in einem Bergobservatorium. Langsame, kontemplative Bewegung – das Teleskop schwenkt über den Himmel, Sternenlicht fällt durch die Kuppelöffnung. Statische Totale im Observatorium, warme amberfarbene Instrumentenlichter gegen tiefes Nachtnachtblau. 10 Sekunden. Film Look, reiche Schatten, 24fps."
Bild-zu-Video-Vorlage
Ausgehend vom bereitgestellten Bild: [beschreibe die Bewegung, die im Bild nicht sichtbar ist]. [Kameraverhalten]. [Was still steht vs. was sich bewegt]. [Dauer + Qualität].Getestetes Beispiel: "Ausgehend vom bereitgestellten Porträt: Eine dezente Veränderung im Ausdruck – die Augen kräuseln sich leicht, ein Andeuten eines Lächelns entsteht. Die Kamera bleibt statisch, geringe Schärfentiefe hält das Gesicht scharf, während der Hintergrund sanft verschwimmt. Gesicht und Haare bleiben natürlich – kein Morphen, kein Verzerren. 5 Sekunden. Filmische Porträtqualität."
First/Last-Frame-Vorlage
Übergang von [Startbild-Beschreibung] zu [Endbild-Beschreibung]. Die Kamera [beschreibt den Kamerapfad zwischen den Bildern]. Die Bewegung ist [Geschwindigkeit + Qualität]. [Was konsistent bleiben muss]. [Dauer + Qualität].Getestetes Beispiel: "Übergang von der Person, die bei Sonnenaufgang am Rand einer Klippe steht, zu der Person, die auf dem Klippenpfad von der Kamera weggeht. Die Kamera bleibt während des Übergangs in Position – kein Schwenk, kein Zoom. Die Bewegung ist langsam und bewusst – 5 Sekunden, um vom Start- zum Endbild zu gelangen. Identität und Kleidung der Person bleiben durchgehend perfekt konsistent. 10 Sekunden. Cineastisch, Golden-Hour-Licht durchgehend."
Referenz-zu-Video-Vorlage
Unter Verwendung der gebundenen Referenzen: [Motiv-Referenz] führt [Aktion] in [Umgebungs-Referenz] aus, gestaltet im [Stil-Referenz]-Stil. [Bewegungsmuster]. [Kamera]. [Qualität].Getestetes Beispiel: "Unter Verwendung der gebundenen Referenzen: Der Charakter geht nachts durch eine verregnete Tokioter Seitenstraße, gestaltet im Neo-Noir-Stil. Gleichmäßiges Gehtempo – die Kamera folgt seitlich in gleicher Geschwindigkeit, geringe Schärfentiefe hält den Charakter scharf vor weichem Neon-Bokeh. 10 Sekunden. Anamorphotischer Look, tiefer Kontrast, Filmkorn."
Audio-Driven-Vorlage
Video synchronisiert mit der bereitgestellten Audiospur: [beschreibe den visuellen Inhalt]. Die Bewegung folgt [Audio-Charakteristik – Beat, Rhythmus, Stimmung, Crescendo]. [Kameraverhalten passend zur Audio-Energie]. [Stil].Getestetes Beispiel: "Video synchronisiert mit der bereitgestellten Audiospur: Abstrakte Visualisierungen von Klang – Lichtpartikel pulsieren und fließen im Takt des Beats. Die Bewegungsintensität folgt der Audiodynamik – ruhig während der Strophen, explosiv beim Drop. Die Kamera schwebt durch das Partikelfeld und beschleunigt mit dem Tempo. 10 Sekunden. Neon-Farbpalette, filmisches Leuchten."
Das Prompt-Test-Framework
Sobald deine Vorlage steht, teste Prompts systematisch, bevor du in voller Qualität renderst. Dieser kostengünstige Zyklus ist dein wichtigstes Werkzeug, um Seedance-2.0-Können aufzubauen:
- Schreibe einen Basis-Prompt mit der Formel oder Vorlage von oben
- Generiere mit 5 s und 720p – am günstigsten, am schnellsten
- Bewerte drei Dimensionen: Bewegungsqualität (1–5), Motivtreue (1–5), Kameraausführung (1–5)
- Verbessere nur die schwächste Dimension – ändere genau eine Sache pro Iteration
- Regeneriere und bewerte neu – bestätige, dass die Anpassung die Punktzahl verbessert hat
- Wiederhole, bis alle drei Dimensionen bei 4+ liegen
- Rendere final in Zielauflösung und -dauer
Dieses Framework verwandelt Prompt-Engineering von Raten in einen messbaren Prozess. Der schnellste Weg zu besseren Ergebnissen ist, deine schwächste Dimension zu identifizieren und nur diese in der nächsten Generierung zu verbessern. Mehrere Dinge auf einmal zu ändern, macht es unmöglich zu erkennen, was gewirkt hat.
Sobald du die Formel und den Testzyklus verinnerlicht hast, findest du hier einsatzbereite Prompts für die häufigsten Szenarien.
Die besten Prompts nach Anwendungsfall
Produktpräsentation
"Cineastisches Produktvideo: Eine Luxusuhr schwebt in der Dunkelheit. Langsame 360°-Drehung enthüllt jedes Detail – das Metallband fängt Randlicht ein, das Kristallzifferblatt reflektiert ein weiches Key Light. Makroobjektiv, extreme Nahaufnahme, nichts außer der Uhr im Bild. 5 Sekunden. Kommerzielle Produktfotografie-Qualität, durchgehend scharf."
Charaktereinführung
"Cineastische Charaktereinführung: Eine mysteriöse Gestalt in einem langen Mantel steht im Regen unter einer Straßenlaterne. Die Gestalt hebt langsam den Blick zum Licht – die Kamera fährt über 5 Sekunden von der Totalen zur amerikanischen Einstellung heran und enthüllt allmählich Gesichtszüge. Der Regen fällt in Zeitlupe, jeder Tropfen fängt das amberfarbene Licht. 10 Sekunden. Film-Noir-Ästhetik."
Landschaft / Reise
"Luftaufnahme zur Etablierung einer Szene: Ein Küstendorf erwacht im Morgengrauen. Die Kamera fliegt langsam über Terrakotta-Dächer zum Hafen – Fischerboote dümpeln sanft, Morgennebel hängt über den Hügeln, warmes goldenes Licht breitet sich über die Szene aus. Nahtloser, durchgehender Drohnenflug. 10 Sekunden. Naturdokumentations-Qualität, lebendige aber natürliche Farben."
Action-Sequenz
"Dynamische Action: Ein Parkour-Läufer rennt bei Sonnenuntergang über Dächer. Schnelle, athletische Bewegung – die Kamera folgt von hinten, schwenkt dann auf ein Seitenprofil, während der Läufer eine Lücke zwischen Gebäuden überspringt. Schnelle Schnitte und Speed-Ramps folgen dem Bewegungsrhythmus. 5 Sekunden. Hochenergetische Sport-Kinematografie."
Profi-Fallen beim Prompting (und wie du sie vermeidest)
Selbst mit guten Vorlagen führen bestimmte Muster immer wieder zu Fehlschlägen. Das sind keine Anfängerfehler – es sind Fallen, in die erfahrene Nutzer tappen, und sie ruinieren Generierungen im Stillen. Jede Falle folgt dem gleichen Schema: das Szenario, die Ursache und die Lösung.
Falle 1: Das Bild beschreiben statt die Bewegung
Szenario: Du lädst ein Referenzbild hoch und schreibst dann einen Text-Prompt, der beschreibt, was bereits im Bild sichtbar ist – das Aussehen des Motivs, den Hintergrund, die Beleuchtung.
Ursache: Du behandelst den Text-Prompt als vollständige Beschreibung des Videos, obwohl das Bild bereits den Großteil der visuellen Information liefert. Der Text-Prompt sollte beschreiben, was das Bild nicht enthält.
Lösung: Frag dich vor dem Schreiben: "Was zeigt mein Referenzmaterial noch nicht?" Schreib genau das.
Falle 2: Den Modus-Kontext überfrachten
Szenario: Dein Modus-Kontext umfasst drei oder vier Sätze und beschreibt Schritt für Schritt, was das Modell tun soll.
Ursache: Du gehst davon aus, dass der Modus-Kontext dem Modell den Generierungsprozess erklären muss. In Wirklichkeit ist der Modus-Kontext ein Signal, das dem Modell sagt, wie es deinen Prompt interpretieren soll – ein Satz reicht, damit das Signal klar bleibt. Mehrere Sätze verwässern die Anweisung zu normalem Inhalt.
Lösung: "Cineastische Text-zu-Video-Generierung:" reicht völlig. Du musst nicht erklären, was Text-zu-Video bedeutet.
Falle 3: Abstrakte Bewegungsbeschreibungen
Szenario: Du verwendest Formulierungen wie "dynamische Bewegung", "interessante Kameraführung" oder "gutes Tempo" in deinen Prompts und bekommst generische, uninspirierte Ergebnisse.
Ursache: Abstrakte Wörter übersetzen sich nicht in konkrete Bewegungsanweisungen. Das Modell interpretiert allgemeine Adjektive jedes Mal anders und liefert inkonsistente Ergebnisse.
Lösung: Ersetze jedes abstrakte Bewegungswort durch eine konkrete Beschreibung. Aus "dynamisch" wird "schnelles Heranfahren, während das Motiv sich dreht". Aus "interessant" wird "Kamera von oben, absenkend auf Augenhöhe".
Falle 4: Die Dauer im Prompt ignorieren
Szenario: Du schreibst eine detaillierte Bewegungssequenz, lässt aber die Dauer auf Standard, oder du änderst die Dauereinstellung, ohne die Bewegungsbeschreibung anzupassen.
Ursache: Die Dauer bestimmt, wie das Modell die Bewegung zeitlich einteilt. Ein Prompt, der eine langsame 10-Sekunden-Enthüllung beschreibt, wirkt bei 5 Sekunden gehetzt, und ein 5-Sekunden-Schnellschnitt wirkt bei 10 Sekunden gedehnt. Das Modell passt die Bewegung an die eingestellte Dauer an.
Lösung: Gib immer einen Dauerhinweis im Prompt an, der mit deiner Dauereinstellung übereinstimmt. "Über 5 Sekunden erfolgt ein schnelles Heranfahren an das Motiv" oder "Eine langsame 10-Sekunden-Enthüllung der gesamten Szene."
Falle 5: Audio ohne visuelle Richtung
Szenario: Du lädst Audio für den Audio-Driven-Modus hoch, beschreibst aber nicht, was auf dem Bildschirm zu sehen sein soll.
Ursache: Der Audio-Driven-Modus nutzt das hochgeladene Audio für Rhythmus und Stimmung, braucht aber dennoch eine visuelle Richtung. Ohne sie liefert das Modell abstrakte, oft unbrauchbare Ergebnisse.
Lösung: Kombiniere Audio immer mit einer klaren visuellen Beschreibung. Das Audio beeinflusst das Tempo; der Prompt definiert, was der Zuschauer tatsächlich sieht.
Verantwortungsvoller Umgang: Kosten, Credits und effizientes Testen
Neben der Prompt-Qualität ist das Kosten- und Credit-Management ein wesentlicher Bestandteil der professionellen Arbeit mit Seedance 2.0. KI-Videogenerierung ist nicht kostenlos – jede Generierung verbraucht Rechenzeit und Credits, und die Kosten variieren erheblich je nach Auflösung und Dauer.
Das Kostenbewusstsein beginnt vor dem ersten Klick. Eine einzelne 10-Sekunden-1080p-Generierung kann 5–10 Mal teurer sein als ein 5-Sekunden-720p-Testrender. Zuerst in niedriger Auflösung zu testen, ist nicht nur schneller – es ist erheblich günstiger.
So testest du, ohne Credits zu verschwenden
- Starte immer mit 5 Sekunden bei 720p. Das ist deine Erkundungsauflösung. Höhere Auflösungen hebe dir für den finalen Render auf.
- Ändere genau eine Variable pro Generierung. Modus, Motiv, Kamera und Dauer auf einmal zu ändern, liefert Ergebnisse, aus denen du nichts lernen kannst.
- Führe ein Bewertungslogbuch. Notiere bei jeder Testgenerierung den Prompt, die drei Bewertungen (Bewegung, Treue, Kamera) und was du geändert hast. Nach 10–15 protokollierten Tests werden Muster sichtbar.
Wann du in voller Qualität rendern solltest
Rendere erst in 1080p, wenn dein Testzyklus bestätigt hat, dass alle drei Dimensionen bei 720p mit 4+ bewertet sind. Ein schlechter Prompt bei 720p bleibt auch bei 1080p ein schlechter Prompt – Auflösung repariert keine schwache Bewegungsbeschreibung oder vage Kameraführung.
Faustregel
Für jede Minute finales Video solltest du 15–20 Minuten Testzeit bei 720p einplanen. Dieses Verhältnis gilt für die meisten Anwendungsfälle. Wenn du deutlich weniger Zeit mit Testen verbringst, generierst du blind. Wenn du deutlich mehr Zeit investierst, überprüfe, ob du zu viele Variablen pro Testiteration änderst.
Prompt-Bibliothek: Kurzreferenz
Speichere und passe diese Prompt-Grundgerüste für deine nächste Generierung an:
Cineastisch: "Cineastische Einstellung: [Motiv] in [Umgebung]. [Kamerabewegung]. [Lichtbeschreibung]. [Dauer]. 24fps, Filmkorn, reicher Kontrast."
Kommerziell: "Kommerzielles Produktvideo: [Produkt] auf [Hintergrund]. Langsame [Kamerabewegung]. Studio-Beleuchtung, scharf. [Dauer]. Sauber, poliert."
Dokumentarisch: "Dokumentarstil: [Motiv] [Aktion] in [realer Umgebung]. Handkamera, vorhandenes Licht, natürliche Farben. [Dauer]. Vérité-Look."
Social Media: "Vertikales Social-Media-Video: [Motiv] [Aktion]. Schnell, dynamische Bewegung. Lebendige Farben, hohe Energie. 9:16-Format. [Dauer]."
Fazit
Seedance 2.0 belohnt strukturiertes Prompting – aber Struktur allein garantiert noch keine Qualität. Die wirklichen Fortschritte kommen, wenn du die richtige Struktur mit einer systematischen Testgewohnheit kombinierst.
Der vollständige Workflow ist dieser: Wähle den richtigen Modus mit dem Entscheidungsframework, schreibe deinen Prompt mit der Fünf-Elemente-Formel, passe ihn mit der modus-spezifischen Vorlage an, teste kostengünstig, während du eine Dimension pro Iteration änderst, und rendere erst final, wenn deine Drei-Dimensionen-Bewertung bestätigt, dass der Prompt funktioniert.
Die eine Sache, die du sofort anders machen kannst: Wenn das nächste Mal eine Seedance-2.0-Generierung fehlschlägt, schreibe nicht den gesamten Prompt neu. Identifiziere, welches der fünf Formelelemente am schwächsten war, korrigiere nur dieses eine und generiere neu. Du wirst den Unterschied schon nach einem Testzyklus sehen.
Starte deine erste Testgenerierung auf seedance2pro.io. Beginne mit einem 5-Sekunden-720p-Render mit der obigen Formel – sieh selbst, was ein strukturierter Prompt bringt, bevor du in voller Qualität weitermachst. Die vollständige Seedance-2.0-Funktionsreferenz findest du im Seedance 2.0 Komplettguide.
FAQ
Wie lang sollte ein Seedance 2.0 Prompt sein?
50–120 Wörter sind für die meisten Modi der optimale Bereich. Bei unter 30 Wörtern muss das Modell zu viel über Bewegung und Kamera raten. Über 150 Wörter übersteigen oft die effektive Aufmerksamkeitsspanne des Modells für Prompt-Details.
Muss ich mein Referenzbild im Text-Prompt beschreiben?
Nein. Seedance 2.0 analysiert Referenzbilder direkt. Dein Text-Prompt sollte Bewegung, Kamera und Timing beschreiben – Dinge, die das Bild nicht enthält. Das Referenzbild erneut zu beschreiben, verschwendet nur Prompt-Platz.
Kann ich denselben Prompt für verschiedene Modi verwenden?
Teilweise. Die Motiv- und Stilelemente sind übertragbar, aber Bewegungs- und Kamerarichtungen brauchen meist eine modus-spezifische Anpassung. Ein Text-zu-Video-Prompt liefert im Bild-zu-Video-Modus ohne Anpassung schwächere Ergebnisse.
Was sind die besten Prompts für cineastische Qualität?
Prompts, die konkrete Kamerasprache (Einstellungsgröße, Objektiv, Bewegung), eine Lichtbeschreibung und eine Stil-Referenz (Filmmaterial, Farbgebung) enthalten, liefern durchgehend cineastischere Ergebnisse. Das Wort "cineastisch" allein bewirkt noch nichts.
Wie prompte ich für konsistente Charaktere über mehrere Videos hinweg?
Nutze den Referenz-zu-Video-Modus mit einem gebundenen Motiv-Referenzbild. Halte die Charakterbeschreibung in allen Prompts konsistent, variiere aber Aktion, Umgebung und Kamera, um verschiedene Einstellungen desselben Charakters zu erzeugen.
Mit wie vielen Test-Generierungen sollte ich rechnen, bevor ich ein brauchbares Ergebnis bekomme?
3–5 Iterationen pro Szene sind typisch, wenn du von einem Basis-Prompt ausgehst. Komplexere Szenen mit spezifischen Bewegungs- oder Kameravorgaben können 8–12 Iterationen benötigen, bevor alle drei Qualitätsdimensionen bei 4+ liegen.
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